Hintergrund Klimakrise

Mit der Erderhitzung können wir nicht verhandeln.
Deshalb müssen wir alles dafür geben, die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten.

Klimakrise: Die Ursachen und die 1,5-Grad-Grenze

Treibhausgase: Die Erde hat „Fieber“
Die atmosphärische CO2-Konzentration hat sich mit heute knapp 420 ppm (ppm = parts per million, also der Anteil an CO2 in der Luft) gegenüber dem Beginn der Industrialisierung (ca. 280 ppm) um 50 Prozent gesteigert. Das hat, zusammen mit anderen Treibhausgasen wie Methan, Einfluss auf den sogenannten Strahlungshaushalt der Erde.
Ist der Strahlungshaushalt der Erde im Gleichgewicht, gibt die Erde die gleiche Menge an Energie in Form von Wärmestrahlung ins Weltall ab, wie in Form von Sonnenlicht bei ihr ankommt. Die globale Durchschnittstemperatur bleibt dann konstant. Durch höhere Treibhausgas-Konzentrationen wird ein größerer Teil der Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche von der Atmosphäre zurückgehalten. Die Konsequenz: Die Temperatur auf der Erde steigt.
Die Entwicklung menschlicher Gesellschaften hat sich im Holozän, der klimatisch sehr stabilen Erdepoche der letzten rund 12.000 Jahre, auch aufgrund des stabilen Klimas stark beschleunigt. In einer schönen, aber oft kühlen Stadt an der Ostsee könnte man verständlicherweise sagen, dass dem lokalen Klima eine zwei, drei oder gar vier Grad höhere Durchschnittstemperatur ganz gut tun würde. Doch die Auswirkungen auf das Klima, die Ökosysteme und damit die Lebensgrundlagen menschlicher Gesellschaften sind dramatisch.

Die Gefahr: Kipppunkte
Warum gerade 1,5°C als Grenze für die maximale Erderhitzung? Das Klima wird durch ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Komponenten beeinflusst: Die Atmosphäre, die Hydrosphäre (Meere, Seen und Flüsse), die Kryosphäre (Eismassen wie Gletscher, Meereis oder Eisschilde) und die Biosphäre (Lebewesen wie Pflanzen, Tiere und Menschen) sind durch vielfältige Wechselwirkungen dynamisch miteinander verbunden. Dadurch wird die Erderhitzung nicht mit jeder kleinen Erwärmung graduell schlimmer, sondern es gibt sogenannte Kipppunkte.

Wenn diese Kipppunkte überschritten werden, entstehen dominoartige Rückkopplungseffekte mit dramatischen Folgen. Der Rückgang von arktischem Meereis etwa führt zu einer schnelleren Erwärmung der Arktis, weil Wasser viel mehr Sonnenlicht absorbiert und viel weniger reflektiert als Eis. Die Erwärmung der Arktis führt dazu, dass Permafrostböden auftauen, wodurch große Mengen Methan, CO2 und Lachgas freigesetzt werden, die wiederum die Klimaerwärmung verstärken und beschleunigen. Solche und andere Rückkopplungsprozesse verstärken und beschleunigen sich gegenseitig. Ab einem gewissen Punkt ist eine weitere Erwärmung auch dann nicht mehr zu verhindern, wenn es gelingt sämtliche menschlichen Treibhausgasemissionen zu stoppen.
Die Folgen für Mensch und Natur sind weit bekannt: Meeresspiegelanstieg (von dem Flensburg in den nächsten Jahren bedroht wird), Zunahme von Extremwetterereignissen (z. B. Stürme, Starkregen und daraus folgende Überschwemmungen, sowie Hitze- und Dürreperioden und dadurch häufigere und verheerendere Waldbrände) und Waldsterben sind nur einige Beispiele für die drastischen Veränderungen, die uns bevorstehen. Zunehmende Konflikte und Kriege um sicheren Lebensraum und den Zugang zu natürlichen Ressourcen sind dann überall auf dem Planeten Erde vorprogrammiert – auch in Deutschland.

Darum die 1,5 Grad-Grenze
Je mehr wir uns also der 1,5°C-Marke nähern bzw. je mehr wir diese 1,5°C überschreiten, desto dramatischer steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kipppunkte überschritten werden und ein drastischer Klimawandel nicht mehr verhindert werden kann. Um seiner weltweiten Verantwortung gerecht zu werden muss Deutschland daher bis 2035 klimaneutral sein.
Es reicht nicht, den Ausstoß an Klimagasen ein bisschen zu senken. Es reicht auch nicht, den Ausstoß an Klimagasen deutlich zu senken.
Wir müssen es innerhalb weniger Jahre unseren Ausstoß von Treibhausgasen komplett auf Null senken.

Deshalb: Hilf uns jetzt, Flensburg klimaneutral zu machen!

Bündnis Klimabegehren Flensburg

c/o Greenpeace Flensburg
Burgplatz 1
24939 Flensburg

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