Kosten

Kostenschätzung

In Auftrag der Stadt Flensburg hat die Firma Rambøll ein 42-seitiges Gutachten über die zu erwartenden Kosten bei Umsetzung unserer Forderungen erstellt. Das Ergebnis: Wir müssen uns auf steigende Energiekosten vorbereiten – egal, welchen Weg die Stadtwerke einschlagen werden. Durch die von uns geforderte schnelle Umstellung auf Erneuerbare Energien wird die Erhöhung der Fernwärmepreise jedoch gebremst. Das haben wir nun schwarz auf weiß!

Die Frage nach den Kosten der Umstellung auf erneuerbare Energien ist nachvollziehbar und berechtigt. Wie der Strom- und Wärmemarkt funktioniert, ist für uns Verbraucher*innen aufgrund der Komplexität und Intransparenz oft schwer zu verstehen. Dass viele Menschen Unsicherheiten gegenüber der Energiewende haben, ist somit sehr verständlich. Dem wollen wir mit klarer Kommunikation begegnen. Daher haben wir auf dieser Seite die wichtigsten Punkte zum Thema Kosten der Flensburger Strom- und Wärmewende zusammengestellt.

1. Entstehen durch unsere Forderungen Kosten für die Stadtwerke Flensburg?
Ja, durch unsere Forderungen entstehen Kosten für die Stadtwerke Flensburg. Für die Energiewende braucht es in jedem Fall Investitionen in neue Technologien. In Flensburg sind das z. B. große Wärmepumpen und Heißwasserspeicher. Diese müssen in den nächsten Jahren schrittweise gebaut werden. Diese Technologien werden jedoch von der Bundesregierung finanziell gefördert und aufgrund steigender Nachfrage auch immer häufiger produziert und damit billiger werden.

2. Entstehen durch unsere Forderungen Kosten für mich als Verbraucher*in?
Ja – aber das ist nicht die komplette Antwort. Die Stadt Flensburg hat ein 42-seitiges Gutachten vom Ingenieursbüro Rambøll zu dieser Frage erstellen lassen, bei dem verschiedene Szenarien untersucht wurden. Das Ergebnis: Auf Fernwärmekund*innen der Stadtwerke Flensburg kommen in jedem Szenario höhere Fernwärmepreise zu. Auch wenn die Stadtwerke Flensburg weiterhin Kohle und Gas verbrennen, werden die Fernwärmepreise jedoch steigen – und das in höherem Maße, als es bei einer schnellen Energiewende der Fall wäre.
Für Verbraucher*innen ist somit die Forderung des Klimabegehrens die günstigste Variante – vor allem, wenn man bedenkt, dass das Gutachten vor dem Ukraine-Krieg erstellt wurde und die resultierenden explodierenden Preise für fossiles Gas außer Acht lässt. Auch Fördermaßnahmen für erneuerbare Wärmegewinnung der Bundesregierung lässt das Gutachten außen vor.
Das gesamte Gutachten zum Nachlesen und unsere Stellungnahme findest du unten.

3. Woran liegt das?
Seit einigen Jahren müssen Unternehmen für das Verbrennen von Kohle und Gas „Strafe“ zahlen (sog. CO2-Zertifikate). Je mehr CO2 sie ausstoßen, desto mehr müssen sie auch bezahlen. Dieser Mechanismus wurde europaweit eingeführt, um für schnellere Emissionseinsparungen zu sorgen. Jedes Jahr zahlen die Stadtwerke dafür Millionenbeträge im zweistelligen Bereich!
Hinzu kommt die extreme Abhängigkeit von den Energiemärkten. Gas ist vor allem seit dem Ukrainekrieg begehrt und damit knapp. In Deutschland können wir daher nichts gegen die schwankenden, extrem unsicheren Preise unternehmen, weil wir mit der Verbrennung von importiertem Gas auf das falsche Pferd gesetzt haben.
Wir möchten deshalb, dass unsere Energie zukünftig möglichst regional produziert und verbraucht wird. Nur so können wir eine saubere, sichere und preislich stabile Energieversorgung gewährleisten.

4. Welche Kosten entstehen, wenn die Forderungen des Klimabegehrens NICHT umgesetzt werden?
Das ist die Frage, die oft vergessen wird. Auch wenn die Stadtwerke auf dem bisherigen Pfad bleiben, entstehen Kosten, die auf uns Verbraucher*innen zurückfallen. Wie oben beschrieben, wird das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl in den nächsten Jahren extrem teuer werden. Die Preise für erneuerbare Energien hingegen sinken seit vielen Jahren konstant. Außerdem kosten uns die Folgen der Klimakrise Jahr für Jahr mehr. Die Flutkatastrophe im Ahrtal ist nur ein Beispiel der vielen durch den menschengemachten Klimawandel verstärkten Extremwetter und kostet uns Steuerzahler*innen immer höhere Summen. Auf der Strom- oder Wärmerechnung findest du diese Kosten natürlich nicht. Aber dafür bezahlen wir plötzlich immer mehr für den Wiederaufbau nach solchen Katastrophen (im Ahrtal zweistellige Milliardensummen) oder z. B. Lebensmittel (aufgrund von Dürren und Starkregen). Diese Kosten muss man immer miteinander ins Verhältnis setzen.


Das gesamte Gutachten der Firma Rambøll ist öffentlich verfügbar. Fest steht laut dem Gutachten: Ein „weiter so“ unter Verbrennung fossiler Brennstoffe ist der teuerste denkbare Weg. Nur für die von uns angestrebte Wärmewende werden in Zukunft Fördermittel des Staates zur Verfügung stehen und den Umstieg bezahlbar machen.

Interessierte können sich gerne das gesamte Gutachten durchlesen. Wir bitten jedoch um Beachtung unserer Stellungnahme aus dem Frühjahr 2022, die ihr euch hier ansehen könnt:

UNSER ZIEL

Wir kippen die teure veraltete und fossile Energieversorgung und fordern nachhaltige Lösungen – und zwar jetzt.
Unsere Lösungsvorschläge kannst du in unserem Lösungspapier nachlesen:

Bündnis Klimabegehren Flensburg

c/o Greenpeace Flensburg
Burgplatz 1
24939 Flensburg

Schreib uns eine Mail!

moin@klimabegehren-flensburg.de

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